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Presseartikel NN 24.1.2008

Stiftung für Hospiz-Arbeit: Erbschaft macht Gründung möglich


Eine neue Stiftung will die Hospiz-Idee in der Region voranbringen und die Betreuung oder Begleitung Schwerstkranker und Sterbender sowie deren Familienangehöriger im häuslichen Bereich unterstützen.

Möglich machte die Gründung der Hospiz- und Palliativstiftung Nürnberg eine Erbschaft in Höhe von 40 000 Euro, die das bereits seit 1992 tätig Hospiz-Team Nürnberg gemacht hat. «Wir haben den Vater der Erbin begleitet, und das hat sie als so positiv empfunden, dass sie uns helfen wollte», sagte Dirk Münch, 1. Vorsitzender des Teams. Sein Verein hat noch einmal 10 000 Euro draufgelegt, damit das erforderliche Kapital in Höhe von 50 000 Euro zur Gründung einer Stiftung zusammenkommt.

Künftig sollen aus den Erträgen beispielsweise Hilfs- und Heilmittel angeschafft werden, für die kein anderer Kostenträger aufkommt, die aber Schwerstkranken und Sterbenden in der Endphase zur Schmerzlinderung oder Lebenserleichterung dienen. In Frage kommt für Münch auch die Finanzierung von Nachtwachen: «Angehörige, die ihre Kranken rund um die Uhr zu Hause pflegen, sind nach drei, vier Wochen oft einfach am Ende. Wir kümmern uns dann um Entlastung durch ausgebildetes Personal.» Bis zu 200 Euro fallen allerdings dafür pro Nacht an. Im vergangenen Jahr hat der Hospiz-Team-Verein allein dafür insgesamt 25 000 Euro aus Spendenmitteln aufgebracht. Künftig kann dafür die neue Stiftung einspringen, zu deren Vorstand auch Dirk Münch gehört. Vorsitzender ist sein Kollege Hanspeter Ender.

Im Kuratorium der Einrichtung sitzen unter anderem die Professoren Cornel Sieber und Martin Wilhelm vom Nürnberger Klinikum, aber auch die SPD-Landtagsabgeordnete Angelika Weikert als Vertreterin der Politik.

Das bestehende Hospiz-Team bietet schon seit vielen Jahren kostenlose ambulante Dienste an. Der Verein hat inzwischen rund 700 Mitglieder und 120 ehrenamtliche Helfer.

Hospiz- und Palliativstiftung Nürnberg, Deutschherrnstraße 15-19, 90429 Nürnberg, Telefonnummer 09 11/ 2 87 63 01, E-mail-Adresse: www.hospizstiftung-nuernberg.de Bankverbindung: Sparkasse Nürnberg, BLZ 760 501 01, Konto 6 010 789.

MICHAEL KASPEROWITSCH
24.1.2008

» Pressemitteilungen

Stiftungsgründung - Artikel NZ 23.1.08

50 000 Euro als GrundstockStifter helfen dem Hospiz  Mit einem Festakt hat der Verein «Hospiz Team Nürnberg» in seinen neuen Räumen, Deutschherrnstraße 15–19, die Gründung der Hospiz- und Palliativstiftung Nürnberg gefeiert.

50 000 Euro aus der Privatschatulle zweier Stifter legten dafür den Grundstock. «Genannt werden möchten die Geldgeber nicht», sagte der Vorsitzende des Hospiz Teams, Dirk Münch. Deren großzügige finanzielle Vorlage aber sei ein wichtiger Ansporn, weitere Stifter und Spender anzuwerben. Jetzt beginne für den Stiftungsvorstand, allen voran Hanspeter Ender, das Klinkenputzen.

In dem 700 Mitglieder zählenden Verein engagieren sich 120 Helferinnen und Helfer ehrenamtlich. Trotzdem geht es nicht ohne Geld, denn der Verein leistet neben ideeller auch materielle Unterstützung. Er begleitet und betreut Schwerstkranke und Sterbende und deren Familien. Und er springt ein, wenn beispielsweise Kostenträger die Finanzierung von schmerzlindernden und lebenserleichternden Hilfs- und Heilmitteln verweigern.

Seitdem es kaum mehr Großfamilien gebe, in denen mehrere Generationen vereint sind, und auch das kirchliche Leben immer weniger eine Rolle spiele, sei das Sterben an den gesellschaftlichen Rand gerückt, diagnostizierte OB Ulrich Maly. Er forderte dazu auf, auch mit jungen Menschen wieder darüber zu sprechen. Damit rannte er beim Hospiz Team offene Türen ein. Der Verein plant für die «projektfreie» Zeit kurz vor den Schulferien ein entsprechendes Vorhaben an Schulen.

Das Hospiz Team wendet sich ausdrücklich gegen Sterbehilfe. «Wir wollen vielmehr auch dem letzten Tag Leben zufügen», betonte Hanspeter Ender. Die Stiftung sieht ihren Wirkungskreis im Großraum Nürnberg und will hier Projekte im Sinne der Hospizarbeit fördern. So soll gewährleistet werden, dass Nürnberger Bürger am Ende ihres Lebens würdevoll und im häuslichen Umfeld sterben können. Das wiederum wünscht sich fast jeder. Tatsächlich aber sterben zwei Drittel aller Menschen hierzulande im Krankenhaus oder in einemPflegeheim - nicht selten mutterseelenallein, heißt es aus internen Kreisen. Uschi Aßfalg

Weitere Informationen gibt es unter www.hospizstiftung-nuernberg. de im Internet. – Spendenkonto: Hospiz- und Palliativstiftung Nürnberg, Konto 6 010 789 bei der Sparkasse Nürnberg (BLZ 760 501 01).25.1.2008